Geschichte

Seebad

Das Fischer- und Seefahrerdorf Prerow wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Als Teil „Neuvorpommerns“ war Prerow vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Wiener Kongress schwedisch und kam 1815 zu Preußen. Seit dem 17. Jahrhundert betrieben die Prerower die Seefahrt. Im Jahre 1872 setzte eine große Sturmflut ganz Prerow weit unter Wasser. In der Folge beschloss man, den Prerowstrom, der östlich von Prerow die Ostsee mit dem Bodstedter Bodden verband, zu schließen. Im 19. Jahrhundert wurde Prerow ein bedeutender Bade- und Kurort. Später galt das Ostseebad Prerow als „Mallorca der DDR“. Die Strände waren in sechs Reihen auf mehrere Kilometer Länge gefüllt. Im Sommer bevölkerten 20-mal so viele Urlauber wie Einwohner den Ort. Allein der Zeltplatz beherbergte zeitweise über 10.000 Gäste. Für seine zahlreichen Diskotheken wie das „Helgoland“, „Dünenhaus“ und „Seestern“ war Prerow in der ganzen DDR bekannt.

Heute hat sich die Gemeinde zu einem modernen Seebad entwickelt. In den letzten Jahren entstand neben zahlreichen neuen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen auch eine moderne Reha-Einrichtung, die Barmer-Ostseeklinik.

Sehenswürdigkeiten

Leuchtturm

Die 1728 erbaute Seemannskirche von Prerow besitzt ein Kirchenschiff aus Backstein und einen Holzturm. Hier findet der Besucher zahlreiche Modellschiffe („Votivschiffe“), welche den Prerowern zumeist von geretteten Schiffsmannschaften gestiftet wurden. Auf dem zugehörigen Friedhof finden sich noch alte Kapitänsgräber aus der Zeit um 1800. Die Seebrücke wurde 1993 wieder aufgebaut.
Der Ort ist - wie auch die Darß-Dörfer Born und Wieck - geprägt durch viele alte, meist rohrgedeckte Kapitänshäuser. Diese zieren oft geschnitzte und bunt bemalte Haustüren mit symmetrischen, zumeist floralen Motiven, welche auf langen Seereisen angefertigt wurden. Im Darß-Museum wird die Geologie der Halbinsel und die Geschichte der Segelschifffahrt sowie der Fischerei dargestellt. Westlich Prerows befindet sich der „Darßer Ort“ mit dem alten Leuchtturm und der Naturausstellung „Natureum“.

Weitere Informationen unter:

http://www.prerow.de/
http://www.ostseebad-prerow.de/
http://www.meeresmuseum.de/natureum/